‚Feuerwehr der Elektroindustrie’

Ende der 70er Jahre erfährt die Branche, was Lieferengpass und Produktionsstillstand bedeuten. Erstmals seit Erfindung der Halbleiter sehen sich die Anwender, allen voran die Hersteller von Fax- und Telefongeräten, mit massiven Lieferschwierigkeiten konfrontiert. Deutschland war innerhalb weniger Stunden ausverkauft, die Produktion kam vereinzelt schon zum Erliegen. Das war die Stunde von ce – in den Jahren zuvor hatte das Unternehmen ein internationales Lieferantennetzwerk aufgebaut und konnte so die zwischen Angebot und Nachfrage klaffende Lücke schließen.

Damals begann der Aufstieg vom ‚Preisbrecher’ zur ‚Feuerwehr der Elektronikindustrie’. Als Chip-Broker liefert ce der Industrie täglich das, was sie braucht: Chips und Informationen. Noch fünf weitere Male – 1984, 1988, 1990, 1995 und schließlich 1999/2000 – erreichen die Engpässe vergleichbare Ausmaße. ce steigt in den ‚Olymp der deutschen Wirtschaft’ auf, die Erfolgsstory kennt keine Grenzen. 1998 erfolgte der Börsengang am ‚Neuen Markt’. Die Emission war 130-fach überzeichnet. Auf dem Höhepunkt wurde ce an der Börse mit 2,7 Milliarden Euro bewertet.